Ab in den Garten Teil 2: Heute geht`s um Hochbeete, die in verschiedensten Größen und Höhen angelegt werden können. Vielleicht haben Sie bei sich auch noch ein schönes, sonniges Plätzchen dafür,…

Ab in den Garten Teil 2: Heute geht`s um Hochbeete, die in verschiedensten Größen und Höhen angelegt werden können. Vielleicht haben Sie bei sich auch noch ein schönes, sonniges Plätzchen dafür, denn Gärtnern macht zufrieden, und nichts schmeckt so gut, wie aus dem eigenen Anbau. 🙂

Die Vorteile im Überblick:

  • rücken- und kniefreundliches Arbeiten > Pflanzen, Pflegen und Ernten auf Augenhöhe
  • frühe Aussaat und Pflanzzeit durch intensive Belichtung, ähnlich wie auf einer Sonnenterrasse, und bedingt durch die verschieden geschichteten Materialien
  • reiche Ernte auf wenig Raum
  • vor Fressfeinden geschütztere Pflanzen > Schnecken u.Co. braucht wirklich niemand an seinem Salat!

Kein Wunder also, dass Hochbeete immer populärer werden und in vielen Gärten oder auch auf Terrassen Einzug halten. Jeder isst halt gerne Gemüse, dass auch wirklich nach Gemüse schmeckt. Und aus eigener Hand ist es dann auch sicher „Bio“.

      

Bauen Sie ein Hochbeet aus passenden Holzplatten und stellen Sie es an einem sonnigen Platz auf. Wählen Sie den Ort mit Bedacht, denn ein Umstellen ist eher nicht mehr drin. 🙂 Passen Sie die Höhe an Ihre Körpergröße an, so dass die Oberkante etwa auf Hüfthöhe ist. Wenn Sie Kinder im Haus haben, die beim Gärtnern mitmachen, wählen Sie lieber eine etwas niedrigere Höhe, angepasst an die Kleinen. Kinder, die selbst ihr Gemüse anbauen, werden lieben, es zu essen und lernen dabei auch noch eine ganze Menge rund um die Pflanzen und das Pflanzen. Und, wer selbst anbaut, wertschätzt Lebensmittel auch viel mehr! Außerdem kann man beim Pflanzen und Ernten gar nicht viel falsch machen. Erfolgserlebnisse stellen sich sehr schnell ein, und die Mühe des Bauens wird schnell beim glücklichen Ernten und Essen vergessen.

Die verschiedenen Schichten eines Hochbeets:

Ein klassisches Hochbeet wird aus mehreren Schichten aufgebaut. Kaninchendraht auf dem Boden verhindert das Eindringen von ungebetenen Gästen, wie z.B. Wühlmäusen. Darüber kommt eine etwa halben Meter hohe Schicht aus zerkleinertem Strauch- und Baumschnitt aus dem letzten Herbst. Eine 10 cm hohe Lage aus strohreichem Pferdemist wäre nun optimal. (Ein Reitstall findet sich sicher auch in Ihrer Nähe.) Die nächste Schicht besteht aus ebenfalls im Herbst gesammeltem Laub. Den Abschluss bildet eine mind. 30 cm hohe Lage aus Pflanzenerde, die fast bis zum Beetrand reicht. Nach einer Saison muss diese in der Regel auch aufgefüllt werden.

Tipp: Alternativ können Sie auch durchaus ein schon fertig gebautes, portables Hochbeet aus dem Baumarkt holen und es einfach mit Gartenerde befüllen. Diese Pflanzkästen können dann auch beliebig umgestellt und zum Winter hin reingestellt werden, ein weiterer großer Vorteil. Gerade für Hochbeet-Einsteiger ist das eine gute und praktikable Möglichkeit, Erfahrung beim Gärtnern zu sammeln.

Pflanzen: Wählen Sie eine bunte Mischung! Sie können sähen oder Jungpflanzen setzten, je nachdem, wie geduldig Sie sind. 🙂 Geeignet für das Hochbeet sind besonders:

  • Spinat
  • Möhren
  • Radieschen
  • Kohlrabi
  • Zucchini
  • Mangold
  • Rote Beete
  • Kapuzinerkresse
  • Petersilie und anderen Küchenkräutern
  • sowie verschiedene Blattsalate

Später kommen Bohnen, Paprika, Tomate, Artischocke und andere Fruchtgemüse dazu. Teilen Sie sich Ihren Platz also gut ein und legen Sie ggf. vorher eine kleine Skizze an. Bohnen, Tomate u. Co. brauchen zum Wachsen übrigens Rankhilfen.

Je abwechslungsreicher die Bepflanzung ist, desto besser! Außerdem sichert regelmäßiges Gießen eine üppige Ernte, am besten mit abgestandenem Regenwasser. Hin und wieder sollten Sie Unkraut entfernen und die Erde etwas auflockern.

Düngen: Das Nachdüngen ist bei intensiver Nutzung erst nach frühestens 2-3 Jahren nötig. Wie schon erwähnt, brauchen Sie das abgesackte Beet zunächst bloß mit Kompost und Gartenerde wieder auffüllen. Hornspäne können dann auch noch eingearbeitet werden. Nährstoffliebende Pflanzen können Sie danach gezielt, z.B. mit Düngestäbchen, versorgen und das Gießwasser mit Flüssigdünger anreichern. Beobachten Sie einfach aufmerksam den Wuchs der Pflanze und ihr Erscheinungsbild und gehen Sie beim Düngen sachte vor.

Tipp: Wenn die Erde im Hochbeet mal nicht mehr so gut ist, setzten Sie doch einmal für eine Saison Kartoffeln. Die keimenden Knollen werden im Frühjahr in die Erde gebracht, im Herbst geerntet und die Pflanzenreste umgegraben. Die Kartoffelpflanze soll für einen ökologisch orientierten Ausgleich im Boden sorgen.

Viel Spaß beim Bauen, Bepflanzen und Pflegen…und vor allem beim Ernten und Genießen!

Bis zum nächsten Mal,

Ihre Maja Keiner

Hochbeet selbst gemacht!
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