Ein regelrechter Glaubenskrieg ist um die Zulassung von Marihuana als Arzneimittel und dem Einsatz aus medizinischen Gründen entbrannt. Patienten mit chronischen Schmerzen, Krebspatienten…
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Bild: Kokopelli / Pixelio.de
Ein regelrechter Glaubenskrieg ist um die Zulassung von Marihuana als Arzneimittel und dem Einsatz aus medizinischen Gründen entbrannt. Patienten mit chronischen Schmerzen, Krebspatienten und AIDS-Kranke haben einen großen Nutzen von der Einnahme. Aber auch bei einigen neurodegenerativen Erkrankungen und multipler Sklerose sind Cannabisprodukte hilfreich.
In vielen Staaten der Erde ist deshalb Marihuana auf Rezept als Arzneimittel zugelassen und tausende Patienten profitieren davon. Kritiker wollen diese sinnvolle Entwicklung jedoch weitgehend verhindern und aufhalten. Unter anderem begründen sie ihre Ablehnung damit, dass die Liberalisierung zu einem höheren Konsum besonders unter Jugendlichen führen würde.
Dem widerspricht ein Wissenschaftler-Team von der Columbia Universität in New York entschieden. Die Daten von Millionen Jugendlichen wurde über einen Beobachtungszeitraum von 23 Jahren zwischen 1991 und 2014 analysiert. Es fand sich keinerlei Hinweis darauf, dass durch die Freigabe als Medikament der Konsum insgesamt angestiegen ist.
Das einzige in Deutschland zugelassene Arzneimittel auf der Basis von Cannabis ist Sativex. Massive bürokratische Hemmnisse für Ärzte und Apotheken erschweren jedoch den Zugang für Patienten beträchtlich.

