Natürlich schmeckt Pesto aus Basilikum mit gerösteten Pinienkernen besonders gut. Aber probieren Sie doch mal eine Variante dieses Klassikers mit Brennesselblättern und Mandelstiften…

Natürlich schmeckt Pesto aus Basilikum mit gerösteten Pinienkernen besonders gut. Aber probieren Sie doch mal eine Variante dieses Klassikers mit Brennesselblättern und Mandelstiften. Das ist nicht nur lecker und gesund, sondern entlastet auch den Geldbeutel. Brennesseln bietet der Garten der Natur frei Haus und Mandelstifte sind deutlich günstiger erhältlich als Pinienkerne.

      

Rezept und Zutaten für 1-2 Gläschen Pesto:

1 Schüssel voll Brenneselblätter (ca. 2 große Hände)

50g Mandelstifte

50g Parmesankäse

70-100ml Öl

3 Knoblauchzehen

½ TL Salz

Chili

Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL geriebene Zitronenschale

Ernten Sie die Blätter mit Gummihandschuhen in eine Schüssel oder Tüte, frisch und nur die feinen, jungen Triebe an der Pflanzenspitze, am besten abseits gelegen, nicht an einer befahrenen Straße oder an Spazierwegen mit vielen Hunden. Schütteln Sie die Blätter schon einmal beim Pflücken kräftig aus, damit Sie keine Tierchen mit nach Hause nehmen. Sind trotzdem blinde Passagiere dabei, werden sie beim Reinigen entfernt. Die Blätter werden gründlich gewaschen und trocken geschüttelt.

Tipp: Zum Einstieg empfehle ich für das 1. Pesto eine Mischung aus 1/3 Brennesselblätter, 1/3 Basilikum und 1/3 jungen Spinatblätter, denn ein pures Brennesselpesto schmeckt sehr kräftig und auch etwas bitterer als die klassische Form aus Basilikum. Wie wichtig und gesund Bitterstoffe für uns sind, lesen Sie in meinem Blog „Bitterstoffe – aber bitte! 

Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne rösten und auskühlen lassen.

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Parmesankäse fein reiben. Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken. Zitronenschale einer halben Zitrone abreiben.

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer fein pürieren.

Die Menge des Öls hängt von der tatsächlichen Menge der Blätter ab und von der gewünschten Konsistenz. Sie können z.B. kaltgepresstes Olivenöl, natives Bio-Sonnenblumenöl oder ein beliebiges anderes hochwertiges Öl nehmen, je nach Vorliebe. Von den Gewürzen fügen Sie nach und nach so viel hinzu, bis Sie mit dem Geschmack zufrieden sind.

Tipp: Nehmen Sie zum Abschmecken noch einen Schuss Limoncello! Ein tolles und einfaches Rezept werde ich auch mal in meinen Blog stellen. Außerdem geben Sie noch Zitronensaft und Honig hinzu, um den Geschmack fein abzurunden.

Füllen Sie das fertige Pesto in kleine, verschließbare Gläschen und servieren Sie es klassisch zu Nudeln oder einfach als Brotbelag. Auch als kleines Geschenk oder Mitbringsel macht sich ein Glas besonders gut. Im Kühlschrank hält sich das Pesto mindestens eine Woche lang, aber immer im verschlossenen Gefäß.

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Gutes Gelingen wünscht Ihnen

Ihre Maja Keiner

Brennesseln bereichern unsere Küche und liefern uns zugleich viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin A und vor allem C. Die Pflanze enthält etwa 6mal so viel Vitamin C wie Spinat. Der Saft hilft bei Frühjahrsmüdigkeit, rheumatischer Arthritis und Durchfall. Die Pflanze getrocknet als Tee oder als frisches Kraut wirkt entschlackend, stoffwechselanregend, entgiftend, harntreibend, blutreinigend, schleimlösend und appetitanregend. Außerdem hilft die Pflanze, den Blutdruck zu senken und regt den Milchfluss bei stillenden Müttern an. Wie Sie sehen, handelt es sich bei der unscheinbaren und weit verbreiteten Brennessel um eine echte Top-Pflanze!

Verwenden Sie die Blätter in Suppen, blanchiert als Spinat, roh als Salat (das Dressing zerstört die Nesselhaare) oder als Pizzabelag!

Tipp: Setzen Sie einen Brennsselschnaps an! 2 Handvoll Blätter in 1 Liter 40% Korn für 10 Tage und Sie haben einen astreinen Verdauungsschnaps im Haus. 🙂

Brennesselpesto
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