Sind Sie auch nicht gerade ein Fan von Artischocke, Grapefruit, Chicoree und Co.? Dabei sind Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten, wirklich wertvoll für unsere Gesundheit…

Sind Sie auch nicht gerade ein Fan von Artischocke, Grapefruit, Chicoree und Co.? Dabei sind Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten, wirklich wertvoll für unsere Gesundheit. Meine Oma hat mir immer gesagt, wenn ich als Kind bittere Speisen gemieden habe: „Das, was man nicht so mag, braucht man oft besonders nötig!“ In diesem Blog möchte ich Ihnen einige „bittere“ Kandidaten vorstellen. Auf die Plätze, bitter, los!

Bild: zigazou76 /flickr.com

Im Prinzip bin ich dafür, dass man isst, was einem schmeckt, gut tut und gut bekommt. Aber unseren Speiseplan sollten wir unbedingt mit Bitterstoffen ergänzen.

Bitterstoffe und stabilisieren unsere Verdauungsorgane und stärken unseren Organismus:

  • Sie steigern die Produktion von Magen- und Gallensaft und unterstützen so die Verdauung.
  • Sie regen die Lebertätigkeit an.
  • Sie unterstützen das Abwehrsystem.
  • Sie behindern das Wachstum krankheitserregender Keime, wirken also antibakteriell.
  • Sie wirken ebenso antimykotisch, z.B. bei Pilzbefall im Darm

Bitterstoffe haben eine erfreuliche Wirkung auf unsere Figur:

  • Sie helfen beim Abnehmen, da sie die aufgenommenen Nahrungsfette zur Fettverbrennung führen und nicht zur Einlagerung an Hüfte, Po und Bauch.
  • Bittere Lebensmittel haben allgemein nur wenige Kalorien, ganz im Gegenteil zu den eher geliebten, süßen Speisen.
  • Sie führen, durch die Anregung der Verdauungsorgane, eher zu einem Sättigungsgefühl. Wir essen entsprechend eher kleinere Portionen.
  • Zudem wirken sie einer Übersäuerung des Körpers entgegen, da mit Hilfe von Bitterstoffen ein Säureüberschuss im Gewebe besser abgebaut und ausgeschieden werden kann. Wer zu Cellulite neigt, sollte besonders engagiert zugreifen! 🙂

Aus gesundheitlicher Sicht sind Bitterstoffe vielseitig einsetzbar und helfen bei:

  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • erhöhten Blutfettwerten
  • Erschöpfung
  • Rheuma und Gicht
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Cellulite
  • Mundgeruch …und vielem mehr!

Sie sehen, es lohnt sich auf jeden Fall, bittere Lebensmittel auf den Tisch zu bringen. Schauen Sie doch einfach mal, welche „Bitterlieferanten“ Ihnen zusagen! Probieren Sie einen Salat aus Rucola zusammen mit einigen Löwenzahnblättern oder belegen Sie eine fertige Pizza mit Radichio und beträufeln Sie alles mit ein paar Tropfen Walnussöl. Oder mögen Sie lieber SauerampferLorbeerblätter in Eintöpfen haben ebenfalls eine positive Wirkung. Grüner Tee, Tee mit Ingwer und Bier, mit seinem enthaltenen Hopfen, sind z.B. bittere Getränke. Ich mag besonders gerne Kräuter wie BasilikumBohnenkrautLiebstöckelDillEstragonThymian und Rosmarin, am liebsten frisch, aber auch getrocknet.

Nächste Woche schreibe ich über Gartenkräuter und gebe Tipps und Anregungen zum Anlegen eines Kräutergartens. Ich hoffe, Sie sind dann auch wieder dabei,

Ihre Maja Keiner

P.S. Tee statt Schnaps

Wenn Sie mal wieder etwas zu viel gegessen haben, greifen Sie nicht zum Hochprozentigen, sondern bereiten Sie sich und Ihren Gästen einen feinen Verdauungstee zu aus Pfefferminz, Löwenzahn, Gelbfuß oder Beifuß.

Als ich neulich eine leichte Magenentzündung hatte, hat mir ein Tee aus Schafgarbenkraut, Anis, Fenchel, Kümmel und Kamillenblüten sehr gut getan. Obwohl ich Kümmel und Fenchel eigentlich überhaupt nicht mag, hat´s sogar wirklich gut geschmeckt.

Ich sag ja immer: Der Körper zeigt einem schon, was ihm gut tut, man muss nur darauf hören!

Bitterstoffe – aber bitte!
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